AGB

Allgemeine Geschäftsbedingungen (AGB)

Wildnisschule Wald in Sicht — waldinsicht.de
Stand: April 2026


§1 Geltungsbereich und Vertragspartner

(1) Diese Allgemeinen Geschäftsbedingungen (nachfolgend „AGB“) gelten für sämtliche Verträge zwischen

Harald Ansorge, handelnd unter „Wildnisschule Wald in Sicht“
Bielckenweg 17B
13125 Berlin
E-Mail: wild@irrah.de
Telefon: 01776861108

(nachfolgend „Anbieter“) und seinen Vertragspartnern (nachfolgend „Kunde“) über

(a) die Vermietung des Wildniscamps in der Region Kolno (Pommersche Seenplatte, Polen) als Veranstaltungsort für Gruppen („Camp-Vermietung“) und

(b) die Teilnahme an Kursen und Veranstaltungen des Anbieters wie z. B. Fastenwochen oder Visionssuche („Kursteilnahme“).

(2) Diese AGB gelten gegenüber Verbrauchern und Unternehmern gleichermaßen.

(3) Abweichende, entgegenstehende oder ergänzende Allgemeine Geschäftsbedingungen des Kunden werden nicht Vertragsbestandteil, es sei denn, der Anbieter stimmt ihrer Geltung ausdrücklich in Textform zu.


§2 Leistungsumfang

(1) Camp-Vermietung. Der Anbieter überlässt dem Kunden das Wildniscamp zur eigenständigen Nutzung. Im Übernachtungspreis enthalten sind:

  • Stellflächen für Zelte, Wohnmobile und Vans
  • Nutzung der Außenküche, der Innenküche, der Feuerstelle, des Pizzaofens, des Grills
  • Nutzung der Außendusche, der Trenntoilette
  • Nutzung des beheizbaren Gemeinschaftsraums im Werkstattgebäude
  • Strom, Gas, WLAN und Brennholz

(2) Schlafkonzept. Die Standard-Schlafform ist im Freien (eigenes Zelt, Wohnmobil oder Van). Das Wohnhaus wird nicht regulär an Gruppen vermietet, sondern steht der Kursleitung zur Vorbereitung und Dokumentation oder als Notfall-Option bei Wetterextremen zur Verfügung, sofern gesondert gebucht (siehe §3 Abs. 3).

(3) Optionale Zusatzleistungen.

  • Sauna: 25 € pro Tag pauschal für die Gruppe
  • Vollpension (Frühstück, Snacks für unterwegs, Abendessen — wahlweise mit Fleisch, vegetarisch oder vegan): 15 € pro Person und Tag
  • Haus-Nutzung durch die Kursleitung: 50 € pro Tag pauschal

(4) Kursteilnahme. Bei eigenen Kursen des Anbieters (Fastenwoche, Visionssuche etc.) richten sich Inhalt, Ablauf und Dauer nach der jeweiligen Kursbeschreibung auf der Website.

(5) Anreise. Die Anreise erfolgt in Eigenverantwortung des Kunden. Ein Abholservice besteht nicht. Genaue Adresse und GPS-Koordinaten erhält der Kunde mit der Buchungsbestätigung.


§3 Preise

(1) Alle Preise verstehen sich in Euro und, sofern der Anbieter Kleinunternehmer im Sinne des §19 UStG ist, ohne Ausweis der Umsatzsteuer.

(2) Camp-Vermietung. Der Übernachtungspreis beträgt 30 € pro Person und Nacht. Es gilt jeweils der höhere Wert aus

(a) dem Gesamt-Personenpreis (Personenzahl × 30 € × Anzahl der Nächte) und

(b) der Summe der Mindestbeträge der gebuchten Nächte. Diese betragen Montag bis Donnerstag und Sonntag jeweils 350 € pro Nacht und Freitag und Samstag jeweils 400 € pro Nacht.

(3) Mindestaufenthalt. Der Mindestaufenthalt für die Camp-Vermietung beträgt drei (3) Übernachtungen.

(4) Kursgebühren. Die Kursgebühr ergibt sich aus der jeweiligen Kursbeschreibung.


§4 Vertragsschluss

(1) Die Darstellung von Leistungen und Preisen auf der Website stellt kein verbindliches Angebot dar, sondern eine unverbindliche Einladung an den Kunden, eine Anfrage zu stellen.

(2) Mit dem Absenden des Anfrageformulars gibt der Kunde eine unverbindliche Anfrage ab.

(3) Der Anbieter prüft die Anfrage und übersendet dem Kunden anschließend ein konkretes Angebot per E-Mail.

(4) Mit Annahme des Angebots durch den Kunden in Textform (E-Mail genügt) und fristgerechtem Eingang der Anzahlung gemäß §5 Abs. 1 beim Anbieter kommt der Vertrag zustande. Der Kunde erhält daraufhin eine Buchungsbestätigung.


§5 Zahlungsbedingungen

(1) Anzahlung. Mit Vertragsschluss wird eine Anzahlung in Höhe von 30 % der Gesamtsumme fällig, zahlbar binnen 14 Tagen nach Versand der Annahmebestätigung. Mit Eingang der Anzahlung ist der gebuchte Termin verbindlich reserviert.

(2) Restzahlung. Der Restbetrag ist spätestens 14 Tage vor Anreise auf dem Konto des Anbieters einzugehen.

(3) Kursbuchungen. Bei Kursteilnahmen ist die volle Kursgebühr binnen 14 Tagen nach Anmeldebestätigung fällig, spätestens jedoch zum Kursbeginn.

(4) Verzug. Gerät der Kunde mit fälligen Zahlungen in Verzug, ist der Anbieter berechtigt, vom Vertrag zurückzutreten und den gebuchten Termin anderweitig zu vergeben. Bereits geleistete Anzahlungen verfallen in Höhe der nach §6 anwendbaren Stornogebühren.


§6 Stornierung durch den Kunden — Camp-Vermietung

(1) Storniert der Kunde eine Camp-Buchung, gelten folgende Fristen, gemessen am Tag des Eingangs der Stornierungserklärung beim Anbieter:

  • Bis 60 Tage vor Anreise: Volle Rückerstattung abzüglich einer Bearbeitungsgebühr von 100 €.
  • Bis 40 Tage vor Anreise: 50 % Rückerstattung der bereits geleisteten Beträge.
  • Weniger als 14 Tage vor Anreise: Keine Rückerstattung. Eine einmalige gebührenfreie Umbuchung auf einen späteren Termin innerhalb von 12 Monaten ist im Rahmen verfügbarer Kapazitäten möglich.

(2) Stornierungen bedürfen der Textform (E-Mail an wis@gmx.de genügt). Maßgeblich für die Wahrung der Frist ist der Eingang beim Anbieter.

(3) Dem Kunden steht der Nachweis frei, dass dem Anbieter ein geringerer oder kein Schaden entstanden ist.


§7 Stornierung durch den Kunden — Kursteilnahme

(1) Storniert der Kunde die Teilnahme an einem Kurs, gelten folgende Fristen:

  • Bis 30 Tage vor Kursbeginn: Volle Rückerstattung abzüglich einer Bearbeitungsgebühr von 50 €.
  • Bis 14 Tage vor Kursbeginn: 50 % Rückerstattung der bereits geleisteten Beträge.
  • Weniger als 14 Tage vor Kursbeginn: Keine Rückerstattung. Eine einmalige gebührenfreie Umbuchung auf einen späteren Kurs innerhalb von 12 Monaten ist im Rahmen verfügbarer Plätze möglich.

(2) §6 Absätze 2 und 3 gelten entsprechend.


§8 Rücktritt durch den Anbieter

(1) Der Anbieter ist berechtigt, vom Vertrag zurückzutreten, wenn

(a) höhere Gewalt (z. B. Naturkatastrophen, behördliche Anordnungen, Pandemien) die Durchführung unmöglich oder unzumutbar macht;

(b) bei Kursen die Mindestteilnehmerzahl nicht erreicht wird; eine entsprechende Mitteilung erfolgt spätestens 14 Tage vor Kursbeginn;

(c) der Kunde mit fälligen Zahlungen trotz Mahnung in Verzug ist;

(d) der Kunde die Hausordnung in einer den Betrieb wesentlich störenden Weise verletzt.

(2) Tritt der Anbieter aus den unter Absatz (1) Buchstaben (a) oder (b) genannten Gründen zurück, werden bereits geleistete Zahlungen vollständig erstattet. Weitergehende Schadensersatzansprüche des Kunden sind ausgeschlossen, soweit der Anbieter nicht vorsätzlich oder grob fahrlässig gehandelt hat.


§9 Mitwirkungspflichten und Hausordnung

(1) Der Kunde verpflichtet sich, das Camp und die zur Verfügung gestellten Einrichtungen pfleglich zu behandeln.

(2) Eine Hausordnung wird mit der Buchungsbestätigung übersandt. Sie regelt insbesondere den Umgang mit Feuer, Lärmschutz, Mülltrennung, Brennholzentnahme und Haustieren.

(3) Haustiere sind grundsätzlich willkommen. Die Mitnahme ist bei der Anfrage anzukündigen.

(4) Bei Schäden, die der Kunde oder Mitglieder seiner Gruppe verursachen, haftet der Kunde im Rahmen der gesetzlichen Bestimmungen.

(5) Der Kunde verpflichtet sich, das Gelände bei Abreise besenrein zu hinterlassen und mitgebrachte Materialien sowie Müll zu entfernen, soweit in der Hausordnung nicht anders geregelt.


§10 Outdoor-Aktivitäten und Eigenverantwortung

(1) Die Teilnahme an Aktivitäten in der Wildnis (z. B. Wanderungen, Sitzplatzroutinen, Visionssuche, Lagerfeuer, Sauna, Schwimmen) erfolgt auf eigene Gefahr und in Eigenverantwortung des Kunden.

(2) Der Kunde versichert mit Vertragsschluss, gesundheitlich in der Lage zu sein, an den gebuchten Aktivitäten teilzunehmen. Bei bestehenden Vorerkrankungen, Schwangerschaft oder regelmäßiger Medikamenteneinnahme ist eine ärztliche Rücksprache vor Beginn der Veranstaltung erforderlich.

(3) Der Kunde verpflichtet sich, Sicherheitshinweisen der Kursleitung Folge zu leisten.

(4) Witterungsbedingt können einzelne Programmpunkte angepasst, verlegt oder ersatzweise durch Innenaktivitäten ersetzt werden. Hieraus entstehen keine Erstattungsansprüche.


§11 Besondere Bestimmungen für Fastenwoche und Visionssuche

(1) Fastentauglichkeit. Die Teilnahme an Fastenwochen erfordert eine grundsätzliche Fastentauglichkeit. Bei Vorerkrankungen, regelmäßiger Medikamenteneinnahme oder Schwangerschaft ist eine ärztliche Bescheinigung der Fastentauglichkeit vor Kursbeginn vorzulegen.

(2) Empfohlener Verzicht. Während der Fastenwoche wird empfohlen, auf Nikotin, Alkohol, feste Nahrung und digitale Geräte zu verzichten. Diese Empfehlung ist nicht verpflichtend, dient jedoch dem Erfolg des Fastens.

(3) Visionssuche. Die Visionssuche umfasst Phasen der Einsamkeit im Wald. Die Teilnahme erfordert seelische Stabilität. Die Kursleitung behält sich vor, Teilnehmer:innen, bei denen während des Kurses akute psychische Belastungen erkennbar werden, zum Schutz aller Beteiligten von der Visionssuche-Phase auszuschließen. Eine anteilige Rückerstattung erfolgt in diesem Fall nicht.

(4) Ärztliche Behandlung. Im Notfall behält sich die Kursleitung vor, ärztliche Hilfe hinzuzuziehen. Hierdurch entstehende Kosten trägt der Kunde.


§12 Haftung

(1) Der Anbieter haftet uneingeschränkt für Schäden aus der Verletzung des Lebens, des Körpers oder der Gesundheit, die auf einer vorsätzlichen oder fahrlässigen Pflichtverletzung des Anbieters, seiner gesetzlichen Vertreter oder Erfüllungsgehilfen beruhen.

(2) Für sonstige Schäden haftet der Anbieter nur bei Vorsatz und grober Fahrlässigkeit. Bei einfacher Fahrlässigkeit haftet der Anbieter ausschließlich für die Verletzung wesentlicher Vertragspflichten (sogenannter Kardinalpflichten) und nur in Höhe des bei Vertragsschluss typischerweise vorhersehbaren Schadens.

(3) Eine weitergehende Haftung des Anbieters besteht nicht. Insbesondere wird keine Haftung übernommen für

(a) Verlust oder Beschädigung mitgebrachter Gegenstände (z. B. Zelte, Fahrzeuge, persönliche Wertsachen), soweit nicht Vorsatz oder grobe Fahrlässigkeit des Anbieters vorliegen;

(b) Schäden, die durch das Verhalten anderer Teilnehmer:innen entstehen;

(c) Schäden, die auf höherer Gewalt oder unvorhersehbaren Witterungsereignissen beruhen.

(4) Vorstehende Haftungsbeschränkungen gelten auch zugunsten der Erfüllungsgehilfen des Anbieters.


§13 Bild- und Tonaufnahmen

(1) Während Kursen und Camp-Aufenthalten können Foto- und Videoaufnahmen entstehen.

(2) Eine Veröffentlichung oder anderweitige Verwertung von Aufnahmen, auf denen Kunden oder Teilnehmer:innen identifizierbar abgebildet sind, erfolgt durch den Anbieter ausschließlich mit deren ausdrücklicher Einwilligung.

(3) Der Kunde verpflichtet sich, eigene Aufnahmen, auf denen andere Teilnehmer:innen identifizierbar sind, nur mit deren Einwilligung zu veröffentlichen.


§14 Widerrufsrecht

Verbrauchern steht bei Fernabsatzverträgen grundsätzlich ein 14-tägiges Widerrufsrecht nach § 312g BGB zu. Dieses Widerrufsrecht ist gemäß § 312g Abs. 2 Nr. 9 BGB ausgeschlossen bei Verträgen über die Erbringung von Dienstleistungen im Zusammenhang mit Freizeitbetätigungen, Beherbergung und Veranstaltungen, sofern der Vertrag einen spezifischen Termin oder Zeitraum vorsieht. Sowohl die Camp-Vermietung als auch die Buchung von Kursen mit festem Termin fallen unter diese Ausnahme. Ein Widerrufsrecht besteht daher nicht.


§15 Datenschutz

Die Verarbeitung personenbezogener Daten erfolgt unter Beachtung der geltenden datenschutzrechtlichen Vorschriften (insbesondere DSGVO und BDSG). Einzelheiten regelt die Datenschutzerklärung des Anbieters, abrufbar unter: waldinsicht.de/datenschutzerklaerung


§16 Online-Streitbeilegung und Verbraucherschlichtung

(1) Die Europäische Kommission stellt eine Plattform zur Online-Streitbeilegung (OS) bereit. Diese ist erreichbar unter: https://ec.europa.eu/consumers/odr

(2) Der Anbieter ist nicht verpflichtet und nicht bereit, an einem Streitbeilegungsverfahren vor einer Verbraucherschlichtungsstelle teilzunehmen.


§17 Anwendbares Recht und Gerichtsstand

(1) Auf das Vertragsverhältnis findet ausschließlich deutsches Recht unter Ausschluss des UN-Kaufrechts Anwendung. Bei Verbrauchern gilt diese Rechtswahl nur insoweit, als nicht der gewährte Schutz durch zwingende Bestimmungen des Rechts des Staates, in dem der Verbraucher seinen gewöhnlichen Aufenthalt hat, entzogen wird.

(2) Ist der Kunde Kaufmann, juristische Person des öffentlichen Rechts oder öffentlich-rechtliches Sondervermögen, ist Berlin ausschließlicher Gerichtsstand für alle Streitigkeiten aus diesem Vertrag.

(3) Verbraucher können ausschließlich an ihrem allgemeinen Gerichtsstand verklagt werden.


§18 Schlussbestimmungen

(1) Sollten einzelne Bestimmungen dieser AGB unwirksam oder undurchführbar sein oder werden, bleibt die Wirksamkeit der übrigen Bestimmungen hiervon unberührt. An die Stelle der unwirksamen oder undurchführbaren Bestimmung tritt diejenige wirksame und durchführbare Regelung, deren Wirkung der wirtschaftlichen Zielsetzung am nächsten kommt, die die Vertragsparteien mit der unwirksamen Bestimmung verfolgt haben.

(2) Änderungen und Ergänzungen dieser AGB bedürfen der Textform. Dies gilt auch für die Aufhebung dieses Textformerfordernisses.


Stand: April 2026