Mit dem 6. Januar schließen die Tore zur mystischen Welt und nach germanischer Tradition beginnt das neue Jahr. Die letzten Tage und vielmehr die letzten Nächte waren geprägt durch die Kraft und Energie der dämonischen und unbekannten Wesen die wir in dieser Zeit sehen, spüren und sprechen können. Keine andere Zeit des Jahres ist so kraftvoll für Wünsche, schamanische Riten und den Kontakt zur Anderswelt als diese. Der Höhepunkt ist die Nacht zum 6. Januar, der Perchtnacht, wo Frau Perchta nochmal mit vollem Schwung durch die Wälder, Felder und Städte zieht und ihre Kraft und Zauberei verteilt um alle Energien zu bündeln damit neues entsteht. In dieser Nacht können die Menschen mit den Tieren des Waldes und den Toten der Anderswelt kommunizieren. Leider wurde auch diese alte Kultur mit der Zeit von der christlichen Kirche vereinnahmt und moralisiert. So schrieb man die alten mystischen Geschichten um und es hieß die Kinder ihm Schlepptau der Perchto oder auch Frau Holle wären Ungetaufte die zur Strafe mit ihr ziehen müssten, nur wenn Du ihnen begegnest und dem letzten Kind die Hand auflegst und ihm einen Namen gibst, kommt es frei. Moralisierter Unsinn, der aber leider dazu führte, dass die wahren alten germansich geprägten Geschichten in Vergessenheit gerieten. Eine Zeit in der sich mehr lohnt als sonst eine Nacht im Freien zu verbringen, auch wenn es fast -10 Grad hat.
